Zusammenfassung einer Imaginationsreise

Muschel im SandReise zum innersten Selbst – eine Tür geht auf!

"Ich habe Druck auf meinen Schultern und Kopf und irgendwie seh ich, ich bin in Afrika und da ist ein Pavian ... Es ist später Nachmittag. Der Pavian hat ein oarg buntes Gesicht, so unrealistisch in dieser ockerfarbenen Umgebung ...

Er ist alleine unterwegs. Wirkt bissi verwahrlost, ziellos, hat sein Rudel verloren. Rennt im Kreis wie verrückt. Ein Ausgestoßener wahrscheinlich. Er gräbt im trockenen Boden als würde er was suchen. Ist mehr ein Tick, wie Tiere tun, die lange gefangen sind. Obwohl er verwahrlost ist, ist er ein Prachtexemplar, dürfte mal was gewesen sein.
Ich versuche näher zu kommen. Er bewirft mich, wirkt verletzt, als hätte man ihm was weggenommen. Ich versuche in die Hocke zu gehen, damit er weniger Angst hat. Jetzt hat er mich direkt angeschaut. ... Jetzt merke ich, dass er eingesperrt ist. Ein Zaun ist da, der unscheinbar und elektrisch ist. Pavian kann nicht raus. Er ist nicht freiwillig so einsam.

Ich versuche durch die Drähte durchzukommen. ... Hole mir einen großen Stein, den ich drüberschiebe so geht’s. der Affe sitzt still und schaut zu. Er redet nicht aber sieht mich eindringlich an und ich merke: ich habe ihn eingesperrt ... Er schaut mich nur an -  das reicht damit ich mitbekomme was los ist. Klopft mir auf die Schulter. "Setz dich her da" ... schaut ziemlich schräg aus: der Affe der mir die Welt erklärt ...

Ich sag ihm, es tut mir leid. Er tätschelt mir den Kopf "ist schon gut". Wir haben uns gern. Weiß gar nicht wie ichs ausgehalten habe ohne ihn bis jetzt ... Wir gehen durch den Zaun durch. Jetzt hab ich den Druck im Kopf wieder. Sag das dem Pavian. Er steckt mir seine Finger in die Ohren und ich muß phhh brr machen "nicht alles so ernst nehmen" was nicht einfach ist. Ich merke so eine Schwere und Behäbigkeit, die da ist und mich lähmt. Teil dich mit, sagt er. Sonst weiß keiner, wie's mir geht.
Aber ich hab dich ja auch nur gesehen und verstanden. "Ja, aber ich bin auch du" sagt er. Ich merke ich hab Widerwillen gegen das Mitteilen ... Sagen was ich will, ist schwierig für mich.

Wir gehen durch ein leeres Stück Land. Da ist nur Wüste. Ich soll reintun was ich haben will. Merke Druck von was ich will und eh nicht umsetzen kann. Deshalb der Druck. Merke dass ich Ruhe will. In mir Ruhe. In mir zufrieden sein. "Dann erreiche ich nix" - Stimme.
Der Affe sagt, dass ich ja gesehen hab wo's hinführt wenn ich getrieben bin: hab ihn eingesperrt. Ich frag, wer er ist. "ein Affe ist mein Spiegelbild ist meine Seele". "Was ist die Seele?", frag ich. Jetzt sagt er: "Meine inneres Ich". Damit kann ich mehr anfangen. Das ist greifbar für mich. Möchte es wie einen Schatz in mir tragen und beschützen und sperre es weg. Das widerspricht sich irgendwie.

Er hüpft jetzt auf mir herum, ich soll's spüren mein Innerstes, und dass ich auch sprechen kann und mit ihm. Ich frag ihn, wieso er ein Mann ist und keine Frau. "Weil du eine männliche Seele hast" ...
Ich frage, wie ich meine Innerstes mehr an meinem Leben Teil haben lassen kann. Ich muss in Verbindung bleiben und ihn ab und zu fragen was er will. Ich bin unzufrieden, das ist mir zu abstrakt. Sag ihm das. Er sagt, das ist, weil ich mir zu viel überleg was andere meinen, anstatt zu tun was ich tun will ...

Irgendwie kommen wir auf keinen grünen Zweig. Da ist Faszination und er ist mir nicht ganz geheuer ... Das ist auch befreiend, dass es so ist, dass ich nicht alles erfassen kann. Das ist ein Aha Erlebnis, eine Tür geht auf! Ich bin einfach, das ist ok ... Mein Innerstes Selbst ist ein schwieriger Affe, das macht mich stark ... In diesem Sinne werd ich nicht die Sau rauslassen sondern mich zum Affen machen. Ich frag ob's genug ist, weil ich hab genug. Er sagt Super! Er hat auch genug."

Imaginationsreise 2007 - Auszug mit Genehmigung der Reisenden veröffentlicht